Als Prinzessin bin ich gewöhnt, alles zu bekommen, was ich will. In der Erwachsenenwelt ist dem leider nicht so. Die weisen Menschen sagen, man müsse alles akzeptieren. Aber das Kind in mir schreit und die Prinzessin weint.

Wozu sich stressen, warum sich verantwortlich fühlen? Was kann ein einzelner Mensch schon ändern. Sich zum Gut-sein zwingen?? Irgendetwas in mir hat sich dafür entschieden, gut zu sein und daran zu glauben. Idealismus ist ein vergängliches Gut. Besonders, weil er Geld verbrennt und nicht mehr lassen wird. 
Aber scheiße, ich trotze der scheiße und versuche zu akzeptieren, was ich nicht akzeptieren kann. Ungerechtigkeit. Wir leben im Überfluss, während mehr und mehr Menschen frieren und kaum was zu Fressen haben. Weiter kommen nicht die fleißigen, sondern meistens die Einflussreichen Reichen
. 
Aber sich immer wieder darüber aufzuregen, kostet einfach zu viel wertvolle Energie. Zumal ich selbst einen nicht unerheblichen Teil zur Gesamtscheiße beitrage. Ich fresse Tiere, kaufe Klamotten aus Pakistan, fahre einen Diesel und bin furchtbar egozentrisch. Bevor die Welt besser wird, muss der Mensch besser werden.
Scheiße und sich selbst vor allem, also erstmal akzeptieren… mich beruhigt immer der Gedanke, dass es vor 100 Jahren weltweit mehr Armut und Leid gab. Früher war nämlich nicht alles besser, vielleicht in weiten Teilen Ostdeutschlands, aber die Straßen sehen doch wie geleckt aus. Gut, viele kommen trotz harter Arbeit auf keinen grünen Zweig, und daran ist die Linke Politik gar nicht mal nicht mit dran Schuld.

Also es gäbe jede Menge Gründe für Menschen auf die Barrikaden zu gehen. Vielleicht haben die weisen Menschen auch gar nicht mal so sehr recht, wenn sie sagen, man müsse „akzeptieren.“ Die Französische Revolution wäre nicht passiert, wenn die Leute ihr Elend akzeptiert hätten. …

Prost. Und ein beschissenes neues Jahr, mit viel Liebe, Zeit und Hoffnung.















































