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Wortfetzengedicht

Am Stock gehen, am Rad drehen,

aus den Wolken fallen, die Wände hoch.

Über Steine stolpern, unter Teppiche kehren,

Mücken erschießen, Elefanten auch.

 

Schneeengel im Wasser, Baumhäuserhasser.

Klimawandelleugner und müde Betreuer.

Coronahilfen? Die fehlen.

Wartende Formulare,  die dich nicht verstehen.

Wie, so auch nicht?  Egal. Ist ja nicht deine Pflicht.

 

Zu leben, und Geld zu verdienen.

Du kannst dich ja jederzeit, einfach aus der Welt streamen.

Oder ins Internet? Scheiß auf die Online Konferenzen.

Ein schnelles Meeting in virtuellen Träumen

oder waren das jetzt die echten Räume?

Was sind das für Leute?

Die sich verbiegen und dabei behaupten niemanden zu dienen.

Die sich verlaufen, obwohl sie alle Google Maps Karten kauften.

Die sich betrinken, um in fröhlichem Hass auf sich selbst zu versinken.

Wie dem auch sei. Ich fühl nur Brei und sehe Schwarz.

Das weiß verschmierte Brillenglas verstopft den See.

Verdampft und setzt sich neben mich, mit einem heißen Tee.

Wir schimpfen über die anderen. Und fühlen uns kein bisschen besser.

 

 

 

 

 

 

 

Ein Gedicht jenseits der Semiotik

verblassende Treppen

Küchen, die sich selbst steinigen

für lebenslange Fragzeichen

Geigen Spargel Spaghetti Haufen

Wolkenbrei, speckverschmierte Freiheit

Gitarrenmassaker grüner Hinterwäldler

verklebetes Obstpflaster

kinderleichtes Schubkarrentheater

Wilde Felder und Feuerwasser, die schwimmen.

Klarinettenbleistifte, voll regennasser Trockentücher.

Kekse, die fliegen

Bienenschmetterlinge in Pilzfaserkliniken.

Gespielte Leichtigkeit

farbenfrohe Dosenbiere.

Von Dämonen und Depressionen

Der Dämon abgründiger Gedanken

Depressives

Hinterfragen

Zweifel voller

Anstrengung die

man ungern bereit

ist aufzubringen

es packt und überfällt

dich

das bisschen Kraft

in dir versucht

die Engel zu bewegen….

weiter kämpfen!

Weiter machen!

einfach dran glauben.

(Nichts löst sich auf.

Wir alle sind wichtig.

Trauer, Wut, Verzweiflung dürfen sein.

Hör nicht auf, an dich und das gute zu glauben.)

Zwischen den Jahren

Ruhiges Hinterland, schöne Landschaften. Bei nasser Kälte.

Schon wieder Weihnachten, schon wieder älter.

Entwicklungen, Entzückungen, alte Freunde und Bier.

Ich kann mich nicht beschweren. Mir geht es ok.

Besser geht immer, aber viel schlechter auch.

Ich bete und hoffe, dass das Ende sich noch zieht.

Hab mich derweil mal wieder verliebt.

Mein bürgerliches Korsett noch nicht abgelegt.

Die Freiheit zu riechen, reicht als Illusion.

Träume vergießen, versanden und finden mich schon.

Innere Leere, geistiger Umnachtung.

Schatten und Licht, respektlose Achtung.

Na bitte. es passt schon.

Im Nebel der singenden Diebe

Mir brummt der Schädel, ich flattere und fliege.

Verloren im Nebel, der singenden Diebe.

Berauschende Gelassenheit, täuschend echtes Theater.

Fremd verbrauchte Freiheit verschwindender Liebhaber.

Das Glück des Momentes, nie wieder zu erleben.

Angstvolle Vorhersehung, unendliches Streben.

Mut, Wut, Verzweiflung. Zerquetscht sein im Hier.

Ein Gefühl der Verweigerung und billiges Bier.

Was suchen die Wilden der Ärmsten unter Tage?

Warum finden und bilden wir allein diese Frage?

Hab ich recht oder du? Bist du schlecht oder gut?

Los, heben wir ab! Nach uns die Sintflut!

Ohnmachtsgefühle und dreckige Spiele

Es gäb genug für alle, man müsst es nur verteilen.

Vielleicht einsehen, dass wir eins sind. Und unsere Wunden heilen.

Von Jahren Unterdrückung, Sklaverei und Folter.

Wollen wir dahin echt zurück? Mir scheint so, viele woll’n das.

Kein vergeben, kein vergessen! Das bringt uns nicht weiter.

Menschen machen eben Fehler, sind sie noch so unverzeihbar.

Wenn wir wirklich was bewegen wöllten, müssten wir mal weg da.

Solange ich noch atmen kann, werd ich keinem bewusst schaden.

Wer mir zufällig in die Sphäre platzt,  werd ich aus Versehen schlagen.

Denn ich kann echt gefährlich sein, in Situationen die mich bewegen.

Doch am Ende geht’s mir nur darum, friedlich mit allen zu leben.

Wie einfach es wär, ohne eine Heer oder Muttis Gewehr.

Paradiesisch zu leben, auf diesem Planeten?

Ich glaub’s fast nicht mehr…

Zu egal ist den meisten, was neben ihnen passiert.

Zu abgelenkt und voll gestopft, die  Ignoranz und Gier grassiert.

Die meisten zu vernebelt, um noch irgendwas zu checken.

Die Medien sagen uns jeden Tag, wie und dass wir bald verrecken.

Oder sind wir schon tot? Und ich hab’s nur noch nicht begriffen?

Muss ich euch erst töten, um das endlich zu wissen?

Das will ich eigentlich echt ungern. Also schau ich besser nicht Fern,

Ich schaue lieber aus dem Fenster und beobachte unsere Gangster.

Sind wir verdammt und zum Leiden geboren?

Die Lösung all dessen, ist sicher nicht Morden.

Ihr Wichser! Habt doch den Knall nicht gehört.

Nur für ein paar Millionen , ihr alles zerstört.

So unterschiedlich wir sind, so gleich sind wir doch.

Ein lächelndes Kind erwärmt den grausamsten Gott.

Wir müssten nur lernen, die Gefühle zu kontrollieren.

Herr unserer Gedanken, das könnten wir üben.

Denn wir sind es doch, die all das produzieren.

Wir könnten es stoppen und alle Staaten liquidieren.

 

 

 

 

 

Sind wir noch zu retten?

Wir würden bald die Welt bewegen

und uns den Gesetzen entheben.

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Wir würden bald die Welt verändern

Und über rosarote Wolken schlendern.

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Wir würden bald die Welt auch retten

Und alle befreien von ihren Ketten

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Wir würden bald die Welt bewegen

Und nur noch eigene Gärten pflegen

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Doch zu krank die menschliche Psyche.

Zu schwach der innere Kampfesgeist.

Zu ängstlich im HIER und JETZT zu versagen.

Zu eingebildet, um andere Wahrheiten zu ertragen.