Archiv der Kategorie: Gedicht

Verzerrte Sicht, verblendete Schurken

Wellen wiegen reiten, weite Wälder…

Wind und Kälte, zerfetzte Lieder.

Sinnbild sinnvoller Sinnlichkeit.

Und trotzdem jedes Sinnes befreit.

Max Ernst Museum, Brühl – Evokation der Installation von Marcel Duchamp: „Coin Sale“ (Münzverkauf/ Dreckige Ente)

In der Ausstellung „Surrealist Intrusion in the Enchanters‘ Domain“ (Surrealistisches Eindringen in die Domäne der Zauberei) mit Hasengitter, drei weißen lebendigen Hühnern, 77 One- Cent Münzen und grünem Licht (1960/61, D’Arcy Galeries, NEw York)

Sinn. Wahr. Lichtung.

Sich krümmende Wahrnehmung.

Perspektiven inspizieren, sich verlieren.

Geben lassen. Bitten hassen.

Joseph Beuys, „Letzter Raum mit Introspekteur“ (1964/1982), Staatsgalerie Stuttgart

Niemanden sehen.

Nur mich. Und ES.

Keine Ahnung.

Wenig Plan.

Improvisation.

Salvador Dali, „Medusa“ (1963), Max Ernst Museum Brühl

Zwischen den Leben, in den Zeiten,

Über den Welten. Träumen.

Max Ernst, Max Ernst Museum Brühl

Es wird schon. Alles wieder.

Und du wirst dich auch wieder finden…..

Rote Libellen, tanzende Fliegen

Die rote Libelle strickt die Nacht zu Ende. Im letzten Sommer tanzte sie noch.

Der eiskalte Wärmetauscher bestaunt seine Federn, während die Leere im Diesseits zu wackeln beginnt.

Unterdessen verbinden sich Steckerleisten mit rosafarbenem Brei.

Mit Hilfe lückenloser Überwachung der Kekse, kommen sie nun doch endlich mit einer Lösung um die Ecke.

Die Ente wusste es schon. Als ob das jemals hingehauen hätte.

Und schließlich mussten sie doch einsehen, dass die rote Libelle recht hatte.

Natürlich gefällt das dem Hasen eher weniger…. die tanzenden Fliegen jetzt mal ganz außen vor gelassen.

Im Frühjahr treffen sich wieder die Spatzen, bei leuchtenden Sternen.

Irgendwas wächst aus ihren Ärschen.

Mit zitternden Händen opfern sie die letzten Schnee, dieser Welt.

Lodernd, heiß…. bis die Kälte sie doch holt.

Hinzu kommt ein sehr dünnes Sein.

Tief zerfetz. Unwahr. Und echt.

Verbrennende, singende Bilder.

Wohin du auch schaust.

Fluoreszierende Pilze.

Die Kerze trinkt ihre Farben und die rote Libelle kommt zu dem Schluss,

dass das Alles und Nichts am Anfang tot gewesen sein muss.

Der blaue Igel ritzt sich die Seele aus dem Leib,

in der Hoffnung den Kühlschrank doch noch zu überzeugen.

Der Feuermelder schläft mit dem pinken Buch.

Die Lampe sieht nicht hin und tut ganz unschuldig, dabei ist die Giraffe noch nicht gekommen.

Was soll’s? Die schaffen das auch so. Ohne riesen Tam- Tam. Einfach kochen.

Am besten Kartoffelbrei mit Ei und Speck.

Vegan natürlich!

Aber eine Tomate wäre auch nicht verkehrt.

Und so zaubern wir uns glitzernde Wolken, die Strahlen in uns verglühen zu Frost.

Festgehalt zwischen abgestorbenen Halbwertszeiten zu trinken,

heißt dann doch, dass sich am Ende die süßen Lügen finden.

Der Schmerz ist erträglich, weil er hinterm Spiegel nur halb so schwer wiegt.

Und doch….

Etwas bleibt undicht.

Im grelldunklen Licht.

Vermischen sich bunte Schatten zu tiefrgründigen Liedern.

Die Welt kommt nicht wieder.

Die rote Libelle bleibt. Das hatte der Frosch damals genau so gesehen.

Und doch…..

Etwas bleibt stehen.

Verschenktes Gehirn.

Gelenktes etwas.

Vernetzte Welt.

Achsoooo, jetzt versteh ich’s nicht.

Na endlich!!

Zeitlose Entsagung verbindlicher Unmöglichkeiten

Unmögliche Verbindlichkeiten,

Stille Unendlichkeit.

Ein Wesen, das schreit.

Mitwissendes Ungeheuer?!…

Gelebte, (verträumte) ABENTEUER,

nachthelles Leuchtfeuer.

 

Beseeltes Versteckspiel schaukelnder Freude.

Betrogene Mikroben, verlorene Träume.

Ein geklauter, zersauster Klabauter.

 

Herrlich liebende Last, ein niederträchtiger Gast.

Beflügelnde Leere, unsterbliche Seele.

 

 

 

 

 

Licht, Schatten und (k)ein Keks

Zwischen aufgehaltenen Türen verlieben sich zwei Kaninchen. Das eine blau grün gestreift, das andere lila.

Der Türsteher hält rosa und türkisfarbene Wolle in der Hand. Ich lass euch nicht rein, sagt er.

 

Daraufhin erscheinen gelbe Spatzen mit rot-schwarzen Mützen und Baseballschlägern in der Hand und machen ihm die Hölle heiß.

Die Kaninchen haben schon gar keine Lust mehr und ziehen von dannen.

Zurück bleiben ein aufgewühlter Frosch, der Türsteher, der sich bei seinem Strickmuster verzählt hat und drei Spatzen, die den Eingang übernommen haben.

Die Kekse warten immer noch auf besseres Wetter.

In einer Ecke am anderen Ende der Welt spielen Wachteln und Schildkröten Mensch, nein. Tier! Ärgere Dich!! Je mehr, desto besser.

Hartmut Neumann – Verbotene Zonen

Der Tag neigt sich dem Ende. Die letzten Strahlen scheinen durch die dicke Wolkendecke und überreden den Himmel noch ein wenig länger zu bleiben.

Wolf Hamm – Große Prozesse

Der Gärtner ist es wieder nicht.

Doch die Zwerge im Vorgarten sind sich längst einig. Sie, er und alles dazwischen!!!! Die sind Schuld am Untergang des Abendlandes. Obwohl die Schnecken schon seit 10.000 Jahren da vorne hocken.

Das soll mal eine verstehen…..

Wortfetzengedicht

Am Stock gehen, am Rad drehen,

aus den Wolken fallen, die Wände hoch.

Über Steine stolpern, unter Teppiche kehren,

Mücken erschießen, Elefanten auch.

 

Schneeengel im Wasser, Baumhäuserhasser.

Klimawandelleugner und müde Betreuer.

Coronahilfen? Die fehlen.

Wartende Formulare,  die dich nicht verstehen.

Wie, so auch nicht?  Egal. Ist ja nicht deine Pflicht.

 

Zu leben, und Geld zu verdienen.

Du kannst dich ja jederzeit, einfach aus der Welt streamen.

Oder ins Internet? Scheiß auf die Online Konferenzen.

Ein schnelles Meeting in virtuellen Träumen

oder waren das jetzt die echten Räume?

Was sind das für Leute?

Die sich verbiegen und dabei behaupten niemanden zu dienen.

Die sich verlaufen, obwohl sie alle Google Maps Karten kauften.

Die sich betrinken, um in fröhlichem Hass auf sich selbst zu versinken.

Wie dem auch sei. Ich fühl nur Brei und sehe Schwarz.

Das weiß verschmierte Brillenglas verstopft den See.

Verdampft und setzt sich neben mich, mit einem heißen Tee.

Wir schimpfen über die anderen. Und fühlen uns kein bisschen besser.

 

 

 

 

 

 

 

Gefühle die sich verbinden

Gefühle, die sich verbinden. Elemente zerkocht.

Gegorene Lügen und die doch nicht gemocht.

Reingelegte Widersacher, voll schmerzender Tränen,

die sich wie Hühnergötter nach neuen Unglücken sehnen.

Die Fenster verrostet. Der Spülkasten leer.

Viel zu wenig gekostet und doch zahl ich mehr.

Vertrauen, dass sich versteckt. Wasser folgt dem Strom.

Eingelegte Triebe, du weißt es eh schon.

Verarschte Mitläufer, genmanipulierter Schnee.

Mein Glück lebe ewig, es tut so schön weh.

Von kurz nach früher bis heute

Raus hinaus.

Stadtflucht? Landrettung!

Verfluchtes Hinterland.

Romantisierende, idealisierende, Träumereien.

Vom Paradies im Garten. Die Bienen, Fliegen und Käfer.

Keine Schädlinge, sondern bereichernde

Freunde mit Sonnenhut dank Fingerglut.

Was auch immer. Das rationale Über. Wesen. Ich?

Soll mal die Fresse halten. Realität? Lass mich in Ruhe damit.

Mein Gefühl jetzt sagt mir, weg hier. Und das schon seit Jahren.

Wird Zeit es endlich zu wagen und das durch zu ziehen.

Gemeckert wird eh immer überall.

Und sowieso, überhaupt macht man es nie richtig im falschen.

Ein hoch auf den Dilettantismus. +

Für die naive Freude vom besseren morgen.

Und ganz ehrlich ey, Fickt euch doch Sorgen.


Schrotthaufen werden zu Abenteuerspielplätzen für Schnecken,

+Asbestplatten und feuchte Wände sind notwendige Übel im Kampf gegen die Windmühlen.

Sancho Panza hört Pflanzer und die Nazis von nebenan entpuppen sich als verkappte Esos, die auch nur extrem nach Liebe Anerkennung und Zugehörigkeit suchen.

Wie dem auch sei.

Es wird schon alles schiefgehen.

+++++

 

 

Ein Gedicht jenseits der Semiotik

verblassende Treppen

Küchen, die sich selbst steinigen

für lebenslange Fragzeichen

Geigen Spargel Spaghetti Haufen

Wolkenbrei, speckverschmierte Freiheit

Gitarrenmassaker grüner Hinterwäldler

verklebetes Obstpflaster

kinderleichtes Schubkarrentheater

Wilde Felder und Feuerwasser, die schwimmen.

Klarinettenbleistifte, voll regennasser Trockentücher.

Kekse, die fliegen

Bienenschmetterlinge in Pilzfaserkliniken.

Gespielte Leichtigkeit

farbenfrohe Dosenbiere.

Von Dämonen und Depressionen

Der Dämon abgründiger Gedanken

Depressives

Hinterfragen

Zweifel voller

Anstrengung die

man ungern bereit

ist aufzubringen

es packt und überfällt

dich

das bisschen Kraft

in dir versucht

die Engel zu bewegen….

weiter kämpfen!

Weiter machen!

einfach dran glauben.

(Nichts löst sich auf.

Wir alle sind wichtig.

Trauer, Wut, Verzweiflung dürfen sein.

Hör nicht auf, an dich und das gute zu glauben.)

Die große Verschiebung

Ich habe Angst vor allem.

Doch Schocken kann mich gar nichts.

Mein Egoismus. Ist das noch gesunder Narzismus?

Gehör ich zur Elite, weil ich ein Abitur habe? Weil meine Familie aus Akademikern besteht? Bin ich irgendwem oder was, etwas schuldig?

Vielleicht gehöre ich dazu, auch wenn ich das alles ablehne.

Vielleicht bin ich deswegen so oft gegen mich.

 

 

Die große Verschiebung, die Verrückung der Zeit, Enttäuschungen und neue Illusionen. Machtverhältnisse, Ideale, Werte und Ängste.

Das universale Chaos, die Neuordnung der Welt.

Woran sich halten?

 

 

Oder einfach aufhören und schweben, fliegen und leben im Luftleeren Raum. Die Atmung!! Die bleibt.

„Wir bemerken, dass das Fallen zum Schweben wird, wenn wir aufhören uns an Dingen festzukrallen.“

 

 

Das Spiel gegen sich selbst, kann keiner gewinnen.

Nehmen wir uns lieber an die Hand und lieben uns, anstatt zu hassen. Nein?

Wir können eh nichts richtig machen.

Und was wir sind, hat auch noch keiner verstanden, nur weiß ich, dass all das HIER: und jetzt.

Ein totales Wunder ist.