Archiv der Kategorie: Meinung

Geist über Materie? Eine kurze Checkliste

1. Das Potenzial der Menschen zu erkennen, daran festzuhalten; ohne dabei in egomanisch- größenwahnsinnigen Höhenflügen zu eskalieren. …… check.

2. Die universelle Liebe, das göttliche im Leben. Die Natur an sich. ……check.

3. Wissenschaft, Vernunft, Ratio.  1+1 = 3 …. check.

4. Alles. Ist eins. Außer der Null. …. check.

5. Balancieren, zwischen Extremen. Normaler Wahnsinn entlockt den Elefanten im Blut dann doch die letzten Erythrozyten. Schmetterlinge kotzen, Tränensäcke zerplatzen. Ekelhaft geil…. ………..check.

6. Hautfetzen, Abgründe. Gewalt und Lust. Abhängigkeiten, Verpflichtungen. Scheiße. Träume. Reales. ….. check.

7. Atmen. Einfach atmen. … check.

8. Und hoffen und glauben. … hmmmm.

9. Die universelle Wahrheit ist keinem von uns zugänglich. Zusammen im einzelnen, das kollektive Individuum? …

9 a) Ein kleines, großes Ganzes. … check.

10. Und ich so? Und du so? … vercheckt.

11. Voll aufgeschmissen. Aber. Die Richtung ist die richtige. … Doppelcheck.

Fragen über Macht und Energie

Wie können sich Menschen auf Augenhöhe begegnen, die nicht auf Augenhöhe stehen? Wer muss da auf wen zugehen und warum?

Woher weiß ich, auf welcher Stufe ich stehe? Wer steht über mir, warum? Wer unter mir? Und warum ist das so?

Wer sind die Feinde, und muss man mit denen reden? Leben wir in einer Demokratie, oder bestimmt die Wirtschaft, Lobbyisten, einige wenige Mächtige, reiche Strippenzieher im Hintergrund?

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Welche Kraft haben Worte, im Gegensatz zu Geld? Ist Sprache eine Waffe? Wenn ja, inwiefern? Was, wenn man dieselbe Sprache spricht und sich doch nicht versteht?

Kann man sich allein widersetzen, entgegen aller Filterblasen, Querdenkenden und ich-weiß-nich-was, rechts- konservativem bis linkem Mainstreambubbles? Wer definiert denn was links ist und was rechts?

Muss ich was akzeptieren, was mich zerstört? Halt ich vielleicht einfach nicht genug aus? Muss ich abstumpfen? Oder vielleicht besser auf meinen Energiehaushalt achten?

Begriffe wie Freiheit, Gerechtigkeit und Menschlichkeit werden wertlos, wenn der Profit in Gefahr ist….. und das treibt viele Menschen dazu kein Vertrauen mehr in die Politik, die Medien und allem wie auch immer geartetem „Fremden“ zu haben. Existenzängste etc.

Ich habe das ungute Gefühl, dass wir auf dem Weg in eine „Technokratie“ sind, man könnte es auch Diktatur nennen, aber damit verharmlost man die wirklichen Diktaturen, in denen Folter an der Tagesordnung stehen…. soooooo schlimm ist es noch nicht in Deutschland. Wenn Diktatur, dann bitte linksgrünversiffte gutmenschen mit ein bisschen Öko und buddhistischen Grundsätzen. Und: Frauen* an die Macht 😉 Bitte, bitte nicht diese rechtskonservative „Alte-weiße-Männer-Fraktion“, obwohl die vielleicht demnächst wegsterben wird. Wir werden sehen….

Wie auch immer. Es stimmt einfach nicht, dass es keine Impflicht gibt. Man zwingt die Leute indirekt dazu und ich komm mir einfach verarscht vor. Die (Bürger) Rechte werden auch zunehmend (und mit wenig medialer Beachtung) eingeschränkt (siehe die Bestrebungen der NRW Landesregierung zum neuen Versammlungsgesetz und die Verabschiedung des neuen Polizeigesetzes letztes Jahr). Auch die Überwachung wird stetig ausgeweitet und das sind alles keine neuen Entwicklungen, die gibt es nicht erst seit Corona. Corona zeigt jetzt nur mal allen, was vorher schon scheiße war. Nun bekommen es nämlich viele am eigenen Leib zu spüren, in was für einer ungerechten (und digital unterentwickelten) Gesellschaft wir leben.

Und ja.

Die Medienlandschaft ist im Westen deutlich eingefärbt, es gibt die Leitmedien, an denen orientieren sich alle. Das ist Fakt. Dpa, reuters, Spiegel, Bild, die ÖRR, BBC, CNN… und noch ein paar… Gleichschaltung ist ein harter und unangebrachter Begriff, aber es geht schon in die Richtung. Auf allen öffentlichen Kanälen läuft dasselbe (im Westen). Und der Tenor ist auch derselbe. Trump war böse, unter Biden ist die USA wieder gut. Russland und China böse. Israel gut. Hamas böse. Südamerika und Afrika spielen gar keine Rolle. Globaler Süden halt…. interessiert keinen. Ok. Na klar. Es gibt auch die Junge Welt und die taz und arte…. na klar.

Aber. Diese großen „Leit“- Medien sollten mal ihre Arbeitsweisen überdenken und die Kritik ernst nehmen und sich in Selbstreflexion üben. Auf welchen Social Media Zug muss man aufspringen, welche Nachricht, ohne selbst zu recherchieren, einfach übernehmen? Das passiert im tagesaktuellen Geschäft permanent. Ich mach auch niemandem persönlich einen Vorwurf. Die Zeit ist knapp, da kann man nicht alles selbst prüfen. Der Fehler liegt viel komplexer, tief begraben, strukturell verankert im System der Medienlandschaften. Welche wiederum im Kapitalistischen System existieren, d.h. auch hier geht es am Ende nur um Zahlen.

Zurück zur Sache. Es gibt einiges Wahres an dem, was diese sogenannten Verschwörungs- Schwurblern, Esoterikern und „Nazis“ (damit meint man jeden in der AfD und jeden Sympathisanten) ankreiden, worüber man mal diskutieren müsste.

Kapitalismus, Globalisierte Welt mit postkolonialen Abhängigkeiten, die Macht einiger weniger Konzerne, Ausbeutung von Mensch und Natur, all das sind riesige Probleme, die wenig bis gar nicht thematisiert werden. Gut, ok. Den Klimawandel haben jetzt alle entdeckt. Aber so träge, wie unsere Demokratie Entscheidungen fällt und so langsam, wie Menschen etwas checken, werden wir die 1,5 Grad Marke nicht halten.

Generell werden viel zu viele Menschen in vielen Debatten (meist online) viel zu schnell als „Rassist“, „Eso-Hippie“, „Bescheuert“, „links“, „rechts“, Osterhase oder Weihnachtsmann abgestempelt, wodurch sich jede Diskussion erübrigt. Und jeder legitime Protest an den Verhältnissen wird im Keim erstickt.

Wie verständigen wir uns also? Menschen gebrauchen oft eine unangebrachte Sprache, man kann sie drauf hinweisen, vielleicht eine andere zu nutzen, aber gemessen werden sollten sie an Taten in allererster Linie.

Wenn Hass, Sensationsgeilheit und Angst vorherrscht und kein Vertrauen mehr (in was auch immer) existiert, haben wir ein Problem. Die Menschen sehnen sich nach Halt und Sicherheit. Die CDU ist selbst überfordert mit den Anforderungen der Zeit.

Die AfD wird nichts richten, eher verschlimmern, die „Linken“ zersplittern und zerfleischen sich wie eh und je, die Grünen und die SPD haben uns diese ganze neoliberale Dreckskacke überhaupt erst eingebrockt.  Was wir bräuchten, wäre eine starke Masse auf den Straßen, die sich für eine generelle Entmachtung einiger großer Konzerne einsetzt, für die Einführung eines Demokratischen Sozialismus, weltweit… und die Umkrempelung des gesamten Systems….. Generalstreik, Revolution… aber das seh ich nicht, nicht in Deutschland… man müsste ja den Rasen betreten.

Mich nervt das alles nur noch. Nachrichten gucke ich nicht mehr. Ich will mich auch nicht mehr positionieren oder einmischen, weil ich Angst habe, dann auch den Stempel aufgedrückt zu bekommen.

So wie ich mich ausdrücke und was ich manchmal denke, muss ich auch rassistisch, sexistisch, antisemitisch, vulgär, peinlich, verrückt, widersprüchlich etc. pp. sein…. Einfach nur echt schlimm.

Also lass ich die anderen mal reden und labern… und wir dann so….

Kein Plan. Weiter mit Vollgas in den Abgrund. Jucheee.

Geil. Echt geil.

…. oder….. ich sammle all meine positive Energie der letzten Jahrtausende und forme sie zu einem alles- zerstörenden Laserstrahl, der in allen Regenbogenfarben scheint und vertreibe somit all die bösen Geister, Dämonen und Ideen um uns herum, die menschlichen Denk- und Verhaltensweisen machen dann auf einmal einen Quantensprung. ++++

^⁺+^##⁺+°^+

+++++++++ Wir fangen an, uns als Teil eines großen Ganzen zu begreifen, wir arbeiten nicht mehr gegeneinander, wir basteln wieder am Paradies auf Erden, leben in Harmonie und Liebe zu uns und der Natur. Es gibt keine Kriege, keine Gier und keinen Hass. 

…… Gott, wie langweilig wäre das denn?

… los komm, wir gehen zusammen den Bach runter!

 

 

 

Ich klatsch dich an die Wand und töte dich

Das waren die Worte eines 16 Jährigen, der sich mit einer Angestellten eines Freibades anlegte. Woraufhin sie ihn anzeigte.

Ich konnte nicht umhin, zu lachen, als meine Autorin diese Worte genau so im Sprechertext ausformulierte. Aus ihrem Mund klang das einfach urkomisch. Ich lachte nur und meinte, da mach ich nen Song draus…

Diese Worte aus den Worten eines pubertierenden Jugendlichen, der sich angegriffen fühlt, tun überhaupt nichts zur Sache. Es mag zwar seltsam anmuten, aber das ist ganz „normale“ Jugend (Ghetto??) Sprache.  Als Erwachsener Mensch sollte man darauf souveräner reagieren, als mit einer Anzeige.

Oder es zeigt einfach mal wieder in was für einer weltfremden Blase die meisten Bildungsbürger , Macher der Öffentlichen Meinung, Politiker oder sonstige „Elite“ Menschen leben.

Dem Jugendlichen wird es in seiner Sozialisierung ganz bestimmt helfen, wenn er eine Strafanzeige bekommt. Im Knast lernt man ja bekanntlich die guten Manieren, die die Gesellschaft sich wünscht.

Es ist trauriger Fakt. Die meisten Menschen, die sich wegen sowas angegriffen fühlen, haben einfach keine echten Probleme.

Wenn mich jemand beleidigt, lache ich oder rufe sowas wie: Deine Mutter steht vor Kik und schreit ich bin billiger, zurück. Und fertig.

Aber ich komm ja auch aus einer schlimmen Gegend.

Sehr kurzer Abriss weit kurz vorm Ende des Jahres

Trump. Oh nein. Hoffentlich wird er nicht wieder gewählt.

Julian Assange. What the fuck. Warum drehen die Medien nicht am Rad oder gehen auf die Barrikaden?

Dannenröder Wald. Hambi 2.0?? Wäre ja auch echt ein positives Signal für die kommenden Generationen, wenn man mal eine Autobahn zu gunsten eines 300 Jahre alten Mischwaldes nicht bauen würde.

Corona Wellen Regelchaos. Quarantäne, Pflichtests. Online Semester. Keine Hochzeiten stören mich da am wenigsten.

Kohleausstieg?? Hust. Man arbeite dran.

Liebig34. Eine der letzten Bastionen linksautonomer Freiräume, noch dazu ein Frauenhaus wurde unter riesigem Polzeiaufgebot gerade geräumt. Zitat meines Opas: Die blieben alle sehr friedlich und was mich erstaunt hat, das waren zumeist Frauen.

Tarifverhandlungen. Pflegt euch ins Knie.

Wahlen im Land und Wahlen im Betrieb. Muss man ja teilnehmen, weil wenn nicht ist auch kacke. Ob sich was ändert wird sich zeigen. Gut ist, dass es normal ist mittlerweile, dass sich viele Frauen engagieren.

Flüchtlingskrise. Die Schande Europas. Moria brannte und brennt und kurz was es Thema, nun hat Corona schon wieder alles im Griff.

Was gibt’s denn schönes zu berichten?  Sehr kurzer Abriss weit kurz vorm Ende des Jahres weiterlesen

Der Zahn der Zeit…

Das schöne am Verfall. Die hinreißende Poesie der Vergänglichkeit menschlicher Zivilisation.

Entwicklungen und Stillstand.
Neueroberung, Rückgewinnung, Renaturalisierung.

Abenteuer Gemeinschaft, utopische Träumereien.

Zukunftsängste, Machtverschiebungen, Strukturwandel. Gesellschaftlicher Aufstieg, Zivilisatorischer Abstieg.

Die Geisteswissenschaften und die freie Liebe am Ende. Naturwissenschaften bis ins kleinste zerlegt.

Die Umöglichkeit das große Ganze zu sehen, die Zusammenhänge, Verbindungen und das Gleichgewicht im Ungleichgewicht.

Die Möglichkeit Ruhe im Strubel zu finden, sich innen anders zu sehen und das Außen neu zu erfinden.

Alte Räume, neue Ideen, statt aufgeben und passiv, aggressiv den Nachbarn zu übersehen.

Ignoranz ist die schlimmste Unhandlung gegenüber dem Leben. Selbst Hass schafft mehr Vernetzung.

Gefühlschaos, unreflektierter Dogmen.

Nicht in der alten Welt stecken bleiben.

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Strukturelle Gewalt, Rassismus und die Würde des Menschen

Wer hätte das gedacht? Es besteht nach wie vor der Verdacht, dass Menschen, Institutionen und einzelne Interessenverbände rassistisch sind. Schwarze, oder sagen wir mal Nicht Weiße, werden prozentual gesehen öfter von Polizisten getötet. Das überrascht mich leider nicht.

Die weltweiten Demonstrationen, mit tausenden von Menschen überraschten mich dann aber schon. Als ich vom Tod George Floyds das erste Mal hörte, hätte ich niemals geahnt, dass das so eine Welle der Entrüstung auslöst. Vielleicht, das Live-Video seines Todeskampfes der ausschlaggebende Punkt. Ich hab es mir lieber gar nicht erst angesehen.

Ja, Rassismus ist ein Problem. Aber das löst sich nicht durch umwerfen von Statuen. Auch ist es nicht damit getan, einmal mit 10.000 Menschen ein paar Schilder hochzuhalten und was zu brüllen. Denn was heißt denn Rassismus überhaupt?

Der Bergiff verschwimmt mit zunehmender Verwendung mehr und mehr und verliert für mich jede Bedeutung. Wir, als „Weiße Privilegierte“ , müssen erstmal den Rassisten in uns erkennen und einsehen, dass wir alle Teil des Problems sind. Andere an den Pranger zu stellen, wird deren Einsichten nicht ändern und Lynchmorde, Racheakte und dergleichen gehören nicht in eine sogenannte Ziviliserte Welt.

Auf die kleinen Alltagssituationen kommt es an. Man muss den Mut haben sich ganz allein gegen Chefs, Fremde oder eine Gruppe von Menschen zu stellen. Zivilcourage nennt sich das. Und das ist echt nicht einfach.

Als ich einmal nachts in Kalk Polizisten beim kontrollieren eines offensichtlich nicht Weißen dabei beobachtete und fragte, was genau er jetzt verbrochen haben soll, bekam ich eine harsche Antwort: Sie suchten einen Menschen, der gerade ein Auto aufgebrochen haben soll. Was mich das anginge und ob ich gleich mit auf die Wache wöllte.

Da ich andere Pläne hatte, war ich dann ganz schnell still und ging widerwillig und bedröppelt meiner Wege. Nun überlege ich mir bei vielen Situationen, ob es wirklich meine Aufgabe ist, diese Menschen nun zu „erziehen“, zu „kontrollieren“ oder „unter Verdacht“ zu stellen. Ich hab echt nicht immer Lust mich in alles einzumischen.

Viele Menschen begünstigen, denke ich, mit ihrem Verhalten die Situationen, wie sie sind. Dh nicht, dass die Verantwortung allein bei ihnen liegt. Oder dass es so sein muss. Natürlich nicht.

Die weißen Kolonialisten sind auf jeden Fall Schuld und das wird die Bürde aller Weißen ewig sein. Wir sind die Sklaventreiber, wir sind die Faschisten und wir sind die Rassisten.

Ja ich auch, denn ich habe genau einen schwarzen Freund und einen Nicht- Weißen. Die Anzahl der Bekannten lässt sich an einer Hand abzählen. Und nachts bin ich alarmiert, wenn ich an einer Gruppe nicht weißer vorbei gehe. Ich schaue nicht- weißen Männern auch nicht mehr gerne in die Augen, weil meistens irgendein Spruch kommt. Leider wahr…. Allerdings habe ich auch gegen die meisten weißen „Männer“ etwas, sofern sie einem gewissem Klischee entsprechen.

Aber was nun. Was tun. Demos? Ja. Zivilcourage! Noch besser. Alles fein. Ich hoffe nur, dass der Hype bei den Menschen das Bewusstsein auch längerfristig schärft und nicht, dass es beim nächsten Schock- Video, welche viral geht, wieder vergessen ist. Und es hilft auch, sich die Probleme vor der eigenen Haustür anzuschauen und dagegen was zu tun. Rassismus hat nämlich auch noch ganz andere Gesichter, als die der Polizei. Ich rede vom Strukturellen Rassismus und der Tatsache, dass Menschen in Deutschland wie Tiere gehalten werden.

Die Geflüchtetenunterkünfte in Köln zum Beispiel sind unter aller Sau. Ich unterstützte vor ein paar Tagen ein paar Menschen von „Kein Mensch ist illegal“, die gemeinsam mit Geflüchteten aus der Herkulesstraße eine Klage beim Verwaltungsgericht einreichen wollten. Leider wurden die Asyl suchenden am besagten Tag daran gehindert, vor die Tür zu gehen. Was eine Freiheitsberaubung darstellte, die nicht rechtens ist. Trotzdem konnte die Klage vorerst nicht eingereicht werden.

Kein Mensch ist illegal, lässt natürlich nicht locker und geht den Ämtern weiter auf den Keks. Platz ist da, Geld ist da. Der einzige Grund, warum man die Situation nicht bessern will, ist, nach Aussage eines Menschen aus dem Sozialaussschusses, die Tatsache, dass wenn es den Menschen zu gut gehen würde, würden noch mehr kommen. What? Also Rassismus fängt da doch an. Oder wo endet Rassismus und wann fängt reine Menschenverachtung an? Ist das nicht dasselbe?

Mich macht es wütend.

Wenn ich auf der einen Seite tausende Menschen sehe, die sich in Volksfestmanier, bei nem Bier und schönem Sonnenschein, selbst für ihr Gutmenschsein feiern und auf der anderen Seite ein paar Hanseln da stehen, damit die Menschen in bessere Unterkünfte kommen.

Aber das ist es eben. Wenn wir eine Menschenfreundlichere, antirassistische Welt wollen, müssen wir was dafür tun. Das bedeutet Geduld haben, einen langen Atem und jede Menge nervige, ausdauernde Arbeit am und mit Menschen, viel Frust und Enttäuschungen inklusive, denn Menschen sind oft scheiße, besonders wenn es ihnen dreckig geht. Ein Hoch auf diese beständig für die Rechte anderer Kämpfenden Menschen.

Es ist schön, dass nun viele über Rassismus und Antirassismus reden. Aber reden. Reicht. Nicht.

Immerhin, es knnte ein Anfang ein.

Einer von vielen….

Verdi Protest für Solo- Selbstständige

Vor knapp zwei Wochen unterstützte ich auf Anfrage ein paar Kolleg*innen in Düsseldorf vor dem Wirtschaftsministerium. Die allermeisten kamen wegen Corona und die damit einhergehenden Honorarausfälle echt ins stocken. Einige durften das erste Mal spüren, wie es sich als Bittsteller gegenüber dem Staat anfühlt. Scheiße. Ohne eigenes Verschulden bekamen viele eine Idee davon, wie Hartz IV sich anfühlt.

Die Sofort- Hilfen von 9.000 Euro für sogenannte Betriebskosten sollten eigentlich auch für den Lebensunterhalt verwendet werden dürfen. Die meisten, die das betrifft haben nähmlich keinen Betrieb in dem Sinne und auch keine Kosten. Sie werden gebucht, bringen sich und ihr Werkzeug/ Instrument oder nichts mit und tun, was gewünscht wird. Vor langer Zeit hieß sowas Tagelöhner, vor nicht all zu langer Zeit auch mal Ich- AG. Natürlich sind die Bedingungen hier und da, ein wenig besser.  Work hard play hard, heißt aber eben manchmal auch hart gefickt.

Eigentlich gut, dass es dann diesen komischen Staat gibt. Aber was tun, wenn auf einmal alle schreien: Systemrelevant!! Ich brauch Geld. Mehr Geld. Wovon sollen wir leben? Ja…. wovon. Leben denn Obdachlose, die Geflüchteten, die 3 Millionen Sklaven? Vielleicht hilft es, wenn an irgendeiner Stelle mal jemand an das große Ganze denkt.

Und umdenken. Was brauche ich wirklich zum Leben, was bedeutet Luxus, wie viele Auto muss ich fahren oder Häuser besitzen oder generell konsumieren? Wenn ich in einer Mietwohung mit Terrasse und Pool in der Innenstadt wohnen muss, dann brauch ich mich am Ende nich wundern, dass das in Krisenzeiten vielleicht bissel viel ist. Wie dem auch sei. Ich will gar nicht unterstellen, dass viele Menschen in der Kreativbranche zu viel verdienen. Aber für das Anpassen von Farben 800 Euro zu bekommen (am Tag), finde ich doch recht überzogen.

Wiederum andere Menschen in Jobs mit riesiger Verantwortung der Gesellschaft gegenüber (Lehrer, Kommunal- Politiker,  freiwilige Helfer, etc) verdienen nichts bzw. vergleichsweise wenig. Damit will ich mitnichten sagen, ColorGrading sei nichts wert oder der Arzt muss noch mehr verdienen. Nein, was mich stört, sind diese immerwährenden Ungerechtigkeiten innerhalb dieses Systems und diese seltsamen Wertigkeiten.

Warum können Menschen nicht unabhängig von Geld und Leistung alle zusammen in einer Welt leben. Ohne permanenten Druck, Konkurrenzkampf und stetiger Angst vor der nächsten Krise. Das System, wie wir es haben, muss nicht so sein, wie es ist. Das will ich eigentlich nur sagen. Und mir gab diese Krise mal wieder recht.

Ich lege nicht viel wert drauf, viel zu verdienen und arbeite in einer Institution, die es per Gesetz gibt, also unabhängig vom Markt existiert. Natürlich sind wir die Lügenpresse und zwingen Menschen dazu, uns zu zahlen. Aber im Zweifel bekommen sie weitestgehend unabhängige Berichterstattung. Totale Objektivität gibt es nicht, aber die Grundpfeiler sind das Grundgesetz und nicht das Gesetz des freien Marktes.

Zurück zum Protest. Die Kreativbranche am Leben zu erhalten ist super wichtig. Ohne Künstlerinnen und Freiberufler würde vieles nicht funktionieren. Auch im WDR.

In diesem Sinne. Her mit dem guten Leben! Weg mit Hartz IV. Und…. PS: Faul sein ist eine Tugend und keine Sünde. Früher nannte mensch das Muße. Das gilt für mich. Nicht für die meisten fleißigen Bienchen, die Ich- Betriebe.

Die Belanglosigkeit eines starken Gefühls

Zersetzte Kuchenreste voll krummen Regenbogen, getragen durch die unmissverständliche Umarmung dreier Katzen.

Verlorene Gitterstäbe, vernebelte Zahlenreihen. Im trockenen bei Nacht lässt sich die Wärme doch ertragen. Mit dreifaltigem Kitt.

Obligatorische halb Wahrheiten, verhasste Geliebte und Ex- Lover, die sich deiner Träume bemächtigen. Fesselndes Unheil, verblendete Unschuld. Unfreie Freiheit.

Illusionen werden zu Visionen, ersetzen Realitäten, gemischt mit Entitäten, Paritäten und kommunalem Wahnsinn. Lokal globale Trennmittel, Waschpulver und Seifenblasenbeschwerer.

Bekloppte, Irre, Psychonauten und Chaoten. Fehlende Kindheit, Verantwortungsloses Theater, Fernsehen und andere mediale Foltereinheiten.

Taubennester vermögen keiner Seele zum Schutz die Tasse ausleeren. Verpasste Feldkritzelei, warmes Bierdosenei und verschimmelter Nachmittagsbrei.

Das Gute zu verbrauchen, die Grenzen zu verschieben. Verrückte Zeit, verwandelte Einheit und immer wieder dieses unendlich dumme, hochfrequente Rauschen. Rosa!!!

Oder war es grün? Weiß? Rot?

Die Welt in schwarz -weiß wahrzunehmen und zu verstehen,  ist durchaus bequemer, als in 17 Millionen Farben. Zu viele Farben überfordern meinen  verkopften Geist. Wir können da ein Lied von singen.

Von Omasäuen und bürgerlichen Menschenhassern

Wer hätte das gedacht? Dass der WDR einmal Angriff Rechtsextremer, „Wir sind die bürgerliche Mitte“, Deutschland den Deutschen und anderen „Wutbürgern wird. Ich war echt erstaunt, dass der Laden, der mich vor Jahren fast raus geschmissen hätte, der Laden mit dessen Führungskräften und Vorgesetzten ich mich schon seit jeher ungewollt immer mal wieder anlege, an dessen eigenen Regeln und Vorschriften ich mich regelmäßig abarbeite. Also konservativer ging es in meinen Augen manchmal nicht mehr. Starre Hierarchien etc… Aber nun gut. Nun ist er ein linksradikaler grün-versiffter Gutmensch- Sender. Zeiten ändern sich anscheinend, oder steh ich einfach auf dem Kopf?

Wegen eines Kinder- Chors, bekamen am Ende Kollegen Morddrohungen. Schlimmer aber noch finde ich, dass sich der Intendant höchstpersönlich bei der Oma entschuldigte und sich nicht hinter seine Kollegen stellte. Auch, wenn es sich vielleicht gar nicht um so viele Menschen gehandelt hat, die da wirklich verletzt worden waren. Die Wellen, die die paar (Troll)- Meinungen und der Hass im Internet schlagen, haben selten was mit der Realität zu tun. Nächstes Mal einmal kurz überlegen, bevor man 1. etwas am Freitag hochlädt, 2. Es am Montag wieder löscht oder 3. etwas kommentiert?  Vielleicht?

Neee… auf die Fresse. Sofort. Da will ich mich gar nicht herausnehmen. Was mich allerdings mehr auf die Palme bringt, als ein paar Kinder, die unausgesprochene Wahrheiten singen, sind Experten, die nach wie vor am Tempolimit festhalten. Politiker die tun, als würde Deutschland der Schwanz abgehackt werden, wenn man die armen Autofahrer zwingt nicht mehr als 130km/h zu fahren.

Sind wir eigentlich alle irre? Ich habe mehr und mehr den Eindruck. Leider hilft mir mein Glauben nichts, er ist nicht wirklich vorhanden. Ich zweifle zu gerne alles an, aber so komm ich immer wieder zu dem Schluss, dass am Ende vielleicht gar nichts existiert, das will ich auch ungerne. Also woran festhalten? Wie weiter machen?

Gut zu sehen, dass sich überall viel zu bewegen scheint, Die „Bürgerliche Mitte“ verschiebt sich… keiner weiß wohin. Links, rechts oben, unten? Die Krise der Expertise. Die Ruhe vor dem Sturm, der dann doch irgendwie nicht wirklich kam. Zumindest nicht in meinem Wahrnehmungsradius. Der ja recht beschränkt ist, um allgemeingültige Aussagen machen zu können. Schließe nie von dir auf andere, auch wenn das alle „Genies und Denker“ gemacht haben. Das hätte man denen auch mal sagen sollen.

Nun stehen wir da mit Wind im Haar…

#Liebe gewinnt