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Der Zahn der Zeit…

Das schöne am Verfall. Die hinreißende Poesie der Vergänglichkeit menschlicher Zivilisation.

Entwicklungen und Stillstand.
Neueroberung, Rückgewinnung, Renaturalisierung.

Abenteuer Gemeinschaft, utopische Träumereien.

Zukunftsängste, Machtverschiebungen, Strukturwandel. Gesellschaftlicher Aufstieg, Zivilisatorischer Abstieg.

Die Geisteswissenschaften und die freie Liebe am Ende. Naturwissenschaften bis ins kleinste zerlegt.

Die Umöglichkeit das große Ganze zu sehen, die Zusammenhänge, Verbindungen und das Gleichgewicht im Ungleichgewicht.

Die Möglichkeit Ruhe im Strubel zu finden, sich innen anders zu sehen und das Außen neu zu erfinden.

Alte Räume, neue Ideen, statt aufgeben und passiv, aggressiv den Nachbarn zu übersehen.

Ignoranz ist die schlimmste Unhandlung gegenüber dem Leben. Selbst Hass schafft mehr Vernetzung.

Gefühlschaos, unreflektierter Dogmen.

Nicht in der alten Welt stecken bleiben.

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Moderne Kunst aus der Staatsgalerie Stuttgart

Kurz vor meiner Reise nach Tunesien, ging es für mich nochmal kurz nach Stuttgart, Familie und die Liebe riefen bzw. zahlten mir die Fahrt.

Um es mit den Worten meines Cousins auszudrücken, in Stuttgart geht gar nichts, nada. Tote Hose. Außer aufgebrachten Wutbürgern und dem Hauptsitz der Züblin, gab es dort augenscheinlich wirklich nicht viel.

Wobei, als hässlich würde ich die Stadt nun auch nicht beschreiben. Sehr hügelig auf jeden Fall. Was dann aber doch überraschte, war die Staatsgalerie. Dank meiner Mama, die uns im Jugendalter mit Stadttouren und Museumsbesuchen quälte, empfinde ich heute eine gewisse Faszination für beides. Wobei ich den Schwaben nicht zugetraut hätte im Besitz einer so großen Sammlung Moderner Malerei zu sein. Hut ab. Echt gut. Das war lohnenswert.

Danach ging es dann kulinarisch wieder klassisch- traditionell weiter. Wir hatten dazu noch Schweineglück, einen der paar freien Plätze an Hochtischen zu ergattern, bevor der Ansturm gegen Abend richtig losging. Und die Leute stehen dann auch tatsächlich in einer Schlange mit 30-40 Leuten, mal gerne eine halbe Stunde an. Für ein paar Käsespätzle, Gulasch oder irgendwelches gebratenes totes Tier. Faszinierend.

Harti und ich waren wieder mal die Exoten schlechthin. Äußerlich, und vom Essen her sowieso. Mangosalat und Fisch mit Bratkartoffeln. Aber wenn es auf der Karte steht… und man bediente uns auch ohne großen Widerwillen, die armen Kellner*innen hatten auch ganz andere Probleme. Chronisch unterbesetzt und dann die Hälfte der Belegschaft krank, mussten die ordentlich umherflitzen um alle hungrigen Mäuler schnellstmöglich bedienen und bewirten zu können.

Jucheee. Ein Hoch auf die deutsche Gastronomie. Die armen Schweine. Einziges Trostpflaster. Der Frauentag wird nun auch Deutschlandweit wahrgenommen und sogar in mehreren Zeitungen erwähnt. In Köln geht man zu tausenden auf die Straße mittlerweile. Wir feierten ihn diesmal im kleinen Kreise und bekamen unsere alljährlichen Glückwünsche von unseren Männern, wie es die gute alte ostdeutsche Tradition ja schon seit Ende des zweiten Weltkrieges ist.

Viva la Vulva und die moderne Kunst. Wo ich zwischen all den Bildern immerhin auch drei Künstlerinnen fand. …

Ihr auch? 😉 xd

Die Flut an Bildern in schlechter Qualität bringt natürlich niemandem etwas, ohne Erläuterungen und Erklärungen. Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass jeder meiner Leser*innen etwas mit den Begriffen Kubismus, Dadaismus, Surrealismus, Neue Sachlichkeit oder Action- Painting anfangen kann. Nein?

Ich kann sie leider auch nicht gut erklären. Zumindest wären meine Einordnungen meinem Kulturwissenschaftlichem Studium auf keine Art und Weise angemessen. Nur soviel. Ich war aus dem Häusschen, weil ich viele der Künstler(!) erst Wochen zuvor in einem Seminar kennenlernen durfte. Und in diesem Seminar gab es auch herrliche Diskussionen, warum wieso weshalb denn keine Frauen besprochen wurden, aber das nur nebenbei. Der arme Professor hatte keine Chance sich heraus zu reden, obwohl ich ihm wirklich keinen bösen Willen unterstellen will. Er hat den Kern der Sache trotzdem nicht verstanden. Selbst wenn es keine bildenden Künstlerinnen gab, die auch komponiert haben oder anders herum, muss er versuchen wenigstens eine Frau mit hinein zu nehmen, um nicht wieder dieses Bild zu reproduzieren, Frauen KÖNNTEN keine Künstlerinnen sein.

Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Die Frage Huhn oder Ei. Fakt ist, viele Frauen gab es nicht, aber waren es nicht die äußeren patriachalen Strukturen, die Frauen konsequent benachteiligten. Aber anders herum frage ich mich auch manchmal, ob ich weniger feministisch bin, wenn ich als Frau „typisch“ lieber Koche als mit dem Elektrobohrer umzugehen…. ein weites Feld. Wichtig ist am Ende glaube ich, zu akzeptieren, dass wir alle unterschiedlich und doch gleichwertig sind.

Wie dem auch sei…. die verschiedenen Strömungen der sogenannten modernen Kunst sind für mich persönlich allesamt um einiges interessanter und ansprechender, aber auch zerstörender, als die doch meist sehr gegenständliche, repräsentative bildende Kunst „der alten Meister“. Darstellungen des letzten Abendmahls und anderer Biblischer Geschichten. Die Menschen haben da immer einen selten dämlichen Ausdruck. Irgendwas zwischen Schmerz und völligstem Opiumrausch. Pathetisch, heroisch. Ich muss irgendwie lachen und kann das nicht ernst nehmen. Es wird da auch wenig zum reflektieren eingeladen. Erkenntnis soll Kunst bringen, und dir nicht zeigen, wie die Welt in den Augen der Obrigkeit anscheinend zu laufen hat. Moderne Kunst aus der Staatsgalerie Stuttgart weiterlesen

Das Akzeptieren von Scheiße

Als Prinzessin bin ich gewöhnt, alles zu bekommen, was ich will. In der Erwachsenenwelt ist dem leider nicht so. Die weisen Menschen sagen, man müsse alles akzeptieren. Aber das Kind in mir schreit und die Prinzessin weint.

Wozu sich stressen, warum sich verantwortlich fühlen? Was kann ein einzelner Mensch schon ändern. Sich zum Gut-sein zwingen?? Irgendetwas in mir hat sich dafür entschieden, gut zu sein und daran zu glauben. Idealismus ist ein vergängliches Gut. Besonders, weil er Geld verbrennt und nicht mehr lassen wird.

Aber scheiße, ich trotze der scheiße und versuche zu akzeptieren, was ich nicht akzeptieren kann. Ungerechtigkeit. Wir leben im Überfluss, während mehr und mehr Menschen frieren und kaum was zu Fressen haben. Weiter kommen nicht die fleißigen, sondern meistens die Einflussreichen Reichen

.

Aber sich immer wieder darüber aufzuregen, kostet einfach zu viel wertvolle Energie. Zumal ich selbst einen nicht unerheblichen Teil zur Gesamtscheiße beitrage. Ich fresse Tiere, kaufe Klamotten aus Pakistan, fahre einen Diesel und bin furchtbar egozentrisch. Bevor die Welt besser wird, muss der Mensch besser werden.

Scheiße und sich selbst vor allem, also erstmal akzeptieren… mich beruhigt immer der Gedanke, dass es vor 100 Jahren weltweit mehr Armut und Leid gab. Früher war nämlich nicht alles besser, vielleicht in weiten Teilen Ostdeutschlands, aber die Straßen sehen doch wie geleckt aus. Gut, viele kommen trotz harter Arbeit auf keinen grünen Zweig,  und daran ist die Linke Politik gar nicht mal nicht mit dran Schuld.

Also es gäbe jede Menge Gründe für Menschen auf die Barrikaden zu gehen. Vielleicht haben die weisen Menschen auch gar nicht mal so sehr recht, wenn sie sagen, man müsse „akzeptieren.“ Die Französische Revolution wäre nicht passiert, wenn die Leute ihr Elend akzeptiert hätten. …

Prost. Und ein beschissenes neues Jahr, mit viel Liebe, Zeit und Hoffnung.

Der Zeit beim Sterben zuschauen.

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Das Vermächtnis der Pflanzen.

Manchmal wär ich gern eine Katze.

Elefanten gehören nicht in den Zoo.

Zeit und Raum sind sehr begrenzt.

Die Schranken sind in unserem Kopf.

Die Freiheit ist keine Illusion.

Nur eine schwierige Aufgabe.

Sie beginnt bei dir im Kopf.

Alles entsteht im Kopf.

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Doch der ist all zu begrenzt.

Viel zu begrenzt, um irgendwas zu wissen.

Doch es wär mal an der Zeit.

Das verborgene Wissen in uns wieder zu entdecken.

Harmonie, Balance, Gleichgewicht.

Liebe, Zufriedenheit, Glück.

Der Dämon westliche Zivilisation.

Die Krankheit Kapitalismus.

Verklärte Träume von vergangenen Utopien.

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