
Die Touristenatraktion Kambodschas überhaupt. Ursprünglich wollte ich mir ein Motorrad aussleihen und dort allein hinfahren. Die uralten indischen Tempelanlagen liegen nur 7km nördlich von Siem Reap.

Aber der Mann einer Reiseagentur meinte zu mir, dass es uns westlichen Touristen nicht erlaubt wäre, die Tempelanlage allein zu besuchen. Absoluter Bullshit wie mir andere Touristen und Backpacker später erzählten.

Ich hatte aber eine super Reisegruppe und der Tourguide war sehr niedlich und engagiert, auch wenn er nur sehr wenige Worte Englisch konnte. Wann immer man ihn was fragte, wiederholte er die selben Sätze, die er zuvor erzählte.


Bevor man in die Anlage kommt, bezahlt man an riesigen Schaltern 20 $ Eintritt und bekommt einen Pass mit einem Foto drauf. Sehr seltsam alles. Will gar nicht wissen, was die mit den gesammelten Daten und Fotos machen und wohin die ganze Kohle eigentlich fließt. Viele Kambodschaner leben jedenfalls unter ärmsten Bedingungen und oft gibt es nicht einmal fließend Wasser.

Gebaut wurden die Tempel um 1200 von den Indern. Es war wohl mal eine riesige Stadt mit einer Million Einwohnern. Könige, Sklaven und Priester und normale Menschen lebten in den Anlagen. Insgesamt gibt es dutzendende solcher Tempel verteilt auf einer ziemlich großen Fläche. Zwischen den Tempeln liegen gerne mal 7km Strecke.

Ich hab die 1-Tages-Tour gebucht, für 13 $. Mir hat das vollkommen gereicht. Viele buchen aber auch 2 oder 3 Tage.

Die Geschichten, die in den Ornamenten erzählt werden handeln vom Krieg zwischen Kambodschanern und Vietnamesen oder anderen damaligen Völkern. Die Buddhistischen und Hinduistischen Sagen müsste man mal genauer studieren bzw welche Götter da eine Rolle spielen.


Ich hab ehrlich gesagt nicht viel verstanden, nur dass es Krieg gab und Göttinnen und Feste, die gefeiert wurden, wenn der Krieg gewonnen wurde. Alles in allem war die Anlage sehr beeindruckend.

Allein die Tatsache wie alt all das ist und wie sich die Natur zwischen die Gemäuer drängelt. Mensch vs Natur. Ich frage mich, ob wir es jemals schaffen eine Balance zu finden, in ihr zu leben und sie nicht zu zerstören. 

Es gab auch eine Pause, in der wir in einem überteuertem Restaurant abgeladen wurden. Vorm Restaurant kamen bettelnde Kinder auf einen zu und innen drin bekam man Spaghetti Bolognese für 8 $ (!!) Die Besitzer des Ladens sind vermutlich westlcihe Investoren und die Leute scheren sich nicht weiter drum.



Ich hab nur ne Fruchtplatte und nen Shake für 5 $ bestellt und die Reste der anderen aufgegessen. Geld machen können sie mit mir nicht so gut. Mit am Tisch saßen ein cooles älteres Ehepaar aus Westaustralien und ein interessantes Pärchen aus den USA oder Kanada, die keine Kinder wolllen, sondern lieber ihr Leben lang reisen.



