Oder anders gesagt: Scheitern muss man können.

Letztes Semester war herrlich Erfolglos. Immerhin, ich bekam viele schöne Bilder moderner Malerei zu sehen. Und die Zeit flog wieder nur so dahin. WAS? Schon wieder Semesterferien?? Was habe ich eigentlich die ganze Zeit getrieben? Prokrastination!? Antifaschiste, natürlich.


Surrealismus
Der Vergleich mit anderen ist das Problem. Die vermeintliche Masse an Menschen, die vermeintlich so viel mehr können, fleißiger sind, fokussierter, ehrgeiziger und was sonst noch alles. Das ist mein Blick. Meine verzerrte Perspektive, mein Mann im Kopf. Oder ist es eine Frau?!

Woher kommt das Gefühl nie genug zu sein? Objektiv betrachtet sind die meisten Menschen in meiner Umgebung ja mehr als OK. Und doch plagen sich viele mit diesen Gedanken, Gefühlen und Sorgen.


Der Blaue Reiter



Konkurrenzdenken, Leistungsdruck, Ego-geficke. Selbsthass. Das Unvermögen, sich selbst zu lieben. Oder doch der ganz normale Narzismuss. Ein ewiges pendeln zwischen den Extremen. Der Ausschlag ist nur etwas geringer, als noch vor paar Jahren.


Immerhin. Das können wir vermerken. Die Waage schwankt nicht mehr Kilometer weit, die Wippe springt keine 90 Grad mehr in die Höhe, sodass es eher ein Katapult genannt werden kann. Die Schaukel überschlägt sich nicht. Mehr. Zumindest, wenn ich drüber nachdenke und die letzten Jahre beobachte.

Die Flut an Möglichkeiten sollte mich nicht quälen. Ich sollte dankbar sein, für jeden kleinen Moment des Friedens. Der Wärme. Auch des Nichtstuns.

… wird schon alles.