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…über Liebe

„Ich halte nichts von Liebe als Gebot, als Suche.  Sie muss zu einem kommen, wie eine hungrige Katze an die Tür.  “ (Charles Bukowski)

wohin geht die reise? wer bist du, was willst du?  laut einem buddhistischen Psycho-internet-schnell-selbsttest steht die Liebe für mich an oberster Stelle, gleich danach das Geld und dann die Karriere. Erst dann kommt die Familie und ganz, ganz weit unten. Das Selbstwertgefühl. Puh… naja. bis auf die drei in der mitte,  passt es ganz gut….

derweil ist es regnerisch, ein wunderschön grauer Tag, fernab von den neuigkeiten, der abgründe und einweggassen der menschlichen zivilisation. Corona fickt uns alle. aber solange die wirtschaft aufrecht erhalten bleiben kann, solange können wir auch in ruhe sterben.

ah nee… die betten in den Krankenhäusern haben noch genug platz.

hach der zynismus. immerhin. mein lebenselexir. heute ist mir nicht nach realistischem optimismus. heute bin ich durch und durch melancholisch. schon zu shakespeares zeiten waren das die am verloren geglaubtesten seelen. die mit einer schwarzen galle. oder so ähnlich.

immerhin hab ich die liebe. und meine träume und gedanken. bis das der tod uns scheidet.

und dann?

Gedicht über’s Verliebt-sein

Was ist das schon wieder, es ist wie verhext.

Als hätte ein Wesen, in mein Gehirn sich gehakt.

Nun spukt es da rum, die Hormone spieln verrückt.

Ich fang an zu träumen, der Realität weit entrückt.

So schnell wie es kam, ist’s meist auch vorbei.

Dieser unbeschreibliche Zauber voll Gefühlsduselei.

Ich hatte ganz kurz das Gefühl, total richtig zu sein.

Gefolgt von der Angst, bald wieder falsch zu sein. 

Doch egal. Ich werde hineingucken und nicht zurück schrecken.

Auch vor deinem Abgrund, den du willst verstecken…

Nun war ich am Abgrund. Voller Schmerz ist dein Herz.

Die Vergangenheit neblig, deine Zukunft verkehrt.

Dein Hier das heißt High sein, Nihilismus und Rotwein.

Keine tanzenden Kinder, loses festklammern am Dasein.

Eisblaue Augen, in denen ich mich verlier‘.

Dein Geruch flüstert Heimat, deine Lippen, bleib bei mir.

Ich würd dir gern helfen, das Licht wieder zu sehen.

Meine Erfahrung aber sagt mir, wir können allein kaum gehen.

Wenn wir uns tragen, fallen wir zusammen.

Es ist echt besser wir heilen, jeder für sich.

Gemeinsam.

What the…

Es macht keinen Sinn zu beschreiben, was in meinem Leben so schief läuft. Zu aller erst ist es nämlich einfach meine Unfähigkeit mich an den Status Quo zu gewöhnen. Die soziale Kälte, Leistungsdruck, Egogeficke und immer laut schreiend. Hier!! Ich Ich Ich!!

Wenn ich dann mal drin bin, in diesem Strudel, fang ich an mich selbst zu sabotieren. Ich will keine erfolgreiche Unternehmerin sein. Oder doch=? Will ich es nicht eigentlich doch allen zeigen? will ich nicht, dass sich vor mir alle verbeugen?

Heute so, morgen ganz anders.
Gut, wenn ich dich wieder nicht dran lass.
Ich könnte verzweifeln und tu es doch nicht.
Ich liebe das Leben auch ohne Gesicht.

Was weiß ich schon?? Was weißt du schon??
Schreit die Krone der Schöpfung mit Mindestlohn. 

Eine freie Gefangene.
Im Strudel dichtenden Lebens.

Wieso erkennen wir uns selbst nicht?
Wann fangen wir wieder an zu leben.
Wer wird uns bis zu letzt lieben.
Warum können wir nicht vergeben.

 

Ich will das Leben trinken.
Und es auf ewig festhalten.
So scheiße es ist.
Ich liebe es, mich aufzuspalten.

Der Lauch der Dinge

Wahnsinn und Vorfreude.
Verletzte Erde, zerlegte Bäume.
Feuer im Wald bei Brandstufe vier.
Brandschutz im Garten- nie wieder im Hier.

Dein Hier das heißt high sein.
Realitätscheck mit Rotwein.
Wild tanzen  die Zwerge,
Über Hexen die Berge.

Ausbeutung, Zerstreuung,
Wiedergutmachung und Hitler?
Wer sind die Nazis, wer die Ermittler?
Alle Deutschen sind schuldig. Alle Juden die Opfer.
Was machen die Kurden?
Gibt es Frauen in Kambodscha?

Mich nerven die Leute mit ihren Halbwahrheiten und dabei seh ich mich selber wahre Lügen verbreiten.

Woran sollst du glauben? Wieso denn nicht anders?
Gelähmte Hoffnung, Kapitalismuskritik kann was.

Urlaubs Fade Out…

Eigentlich geht Urlaub, also im Sinne von Erholung/ Abschalten/ Relaxen, bei mir erst nach einer Woche so richtig los… ich brauch mindestens so lange, um zu checken, dass ich mich um nichts zu kümmern brauch.

 

Leider war der Urlaub dann auch schon wieder um. Deswegen jetzt noch bissel Urlaub Fade Out. In Köln, aber nicht zu Hause. Im Exil. Da und doch woanders. Ich habe noch keine Lust auf Alltag, wann hab ich das je?

Ich mag (noch) nicht … arbeiten, diszipliniert sein, mich anstrengen. Ich kann vielleicht auch (noch) gar nicht?

Mein Geist schreit: MACH WAS!

Mein Körper sagt: NEIN.

So schwebe ich, ein wenig kopflos, die unbekannten Wege ab und lass meine traurige Seele noch etwas baumeln. In einer fast fremden Wohnung, in einer fast fremden Gegend. Ich dachte, mittlerweile, kenne ich alles in Köln. Gerade, als ich wieder einmal vorhatte hier endlich die Zelte abzureißen, fällt mir auf, wie ungewohnt diese Stadt auch sein kann.  NA toll… ich komm hier nicht weg …

Viel zu gerne bin ich oft auch hier und lauf immer wieder bekannte Wege ab.

Am Ende ist es auch echt scheiß egal, wo ich bin. Die Schranken, das Gefängnis und die Perspektiven schleppe ich immer mit mir mit. Es liegt stets an mir, mich daraus zu befreien. Es liegt an mir, nicht an den anderen. Ich ziehe den Ärger an, ich ziehe die Unlust an.

Ich bin kein Opfer meiner Triebe. Manchmal WILL ich eben genau das NICHT: und dann lass ich es laufen…. Ich bestimme dann aber wieder wann ich wieder erwachsen bin, in die Realität zurück komme oder mich zusammenreißen sollte. ODER? Vielleicht glaube ich auch nur, das alles selbst zu lenken… und irgendwas erlaubt sich fett einen Streich mit mir… was auch immer.

2-4 Tage Urlaub Fade Out sind schon ok. Die nächste Demo kommt sowieso. Der nächste Konflikt sicher auch genau wie die nächste Möglichkeit gegen Wände zu rennen. Gut, dass ich mit jedem Mal schneller auf die Beine komme. PROST. Ihr Fotzen.