Das Hambacher Forst steht sinnbildlich für viele der Kämpfe überall auf der Welt und in Deutschland. Es geht um Freiraum, Schutzraum, Antikaptalismus, alternative Lebensformen, dem Schutz der Natur, dem Schutz von Menschen ohne Papiere. Unsere heutigen Sklaven.

Aber es sind bei weitem nicht nur „arme“ Menschen, die dort leben oder „illegale“. Nein, hier regt sich privilegierten Widerstand. Aktivismus. Feminismus. Utopien werden gelebt. Einfach ist das nicht. Die unterschiedlichen Menschlichen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen, wenn mensch den Anspruch hat, möglichst hierarchiefrei und gleichberechtigt zu handeln.

Egal…. ich verfolge die Besetzung seit Anfang an. In meiner Wahrnehmung hing das damals auch mit der Besetzung des AZ’s und der Gründung der Pflanzstelle in Kalk zusammen. Dh es gibt sie auch schon erstaunlich lange. Das macht Mut.

Nun kam ich kurz vor Weihnachten endlich mal dazu, dort vorbei zu schauen. Ich war geflasht. Wir bekamen eine nette Einweisung und haben uns gut unterhalten. Wir ließen ein paar Spenden dort. Es gibt eine richtige Siedlung im Wald. Sie leben hier soweit es eben geht, im Einklang mit der Natur. Ohne Strom und fließend Wasser.

Mensch organisiert sich, wenn Gefahr besteht. Sonst läuft alles wie überall. Man streitet, kocht, schläft, jongliert, macht Musik, tanzt, streitet und hasst und liebt sich. Und man diskutiert. Und streitet. und kocht. ab und zu schläft mensch auch….

Bis zum nächsten Gerichtsurteil von RWE, indem sie erwirken werden, dass sie weiter roden können, denn Geld ist natürlich wichtiger als die Zukunft unserer Kinder. Wenn man selbst keine hat, kann einem die Zukunft echt egal sein. Der Widerstand ist dann hoffentlich weiterhin ungebrochen.

Ende Gelände, unten lassen, Zucker im Tank … um nur einige sehr wenige Bündnisse zu nennen, werden sicher wieder mit Tausenden Menschen aufwarten. Es ist wichtiger denn je, aktiv zu bleiben und aufzupassen, dass wir uns unsere Lebensgrundlagen erhalten.

POWER TO THE (good) PEOPLE.