

Es war so toll. Mit dem Dicken alten VW Bus und meinem Herzensmenschen unterwegs zu sein. Ohne Ziel und ohne Plan, einfach drauf los, wie ich es am liebsten mag.

Natur, Gewässer, Ruhe, Wandern, Lagerfeuer, Wein, Käse, Baguette, ein Klimastreik, zwei Brandblasen. Berge, Wälder, Wiesen, Felder, Lyon. Bourg-en- Bresse. Naturparks, angelegte Parks, Stauseen, Kreisverkehre.

Eine Apotheke. Intermarche. Nussbrot vom Lidl.
Waschen eher selten. Klos in der Natur.
Dijon, Nancy. Regen, Wind. Kampf mit dem Feuer.

Die Zeit verging viel zu schnell, ich weiß schon gar nicht mehr, was wie wo wir alles waren. Toul. Und viele kleine süße Orte mit engen Straßen und ulkigen Laternen.

Eine Bäckerfrau mochte uns so sehr, dass sie uns ein kleines Mini- Törtchen geschenkt hat. Jeden Abend waren wir woanders, bis 18:00 versuchten wir immer einen Stellplatz gefunden zu haben…
Ich hab mir 1000 Bücher mitgenommen und nur 3x in 4 von ihnen gelesen. Die Natur und das drumherum waren stets viel interessanter. Meine Hummeln trieben uns im Prinzip stets und ständig voran. Zur Ruhe bin ich trotzdem gut gekommen. Beim spazieren im Wald oder beim flackernden Feuer.

Eigentlich wollte ich Ende September noch auf ein Hardcore Punk Festival (War in your Head) nach Hamburg, aber aus verschiedenen Gründen fand das nicht statt, was ich am Ende sogar toll fand. So konnten wir noch ein wenig Zeit verstreichen lassen und uns treiben lassen. Trotzdem dachte ich so…. fuck ich werd alt. Hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich lieber mit einem einzigen Menschen in Ruhe Zeit verbringe, als mir die Seele aus dem Leib zu pogen.


Vielleicht hab ich das auch genug getan dieses Jahr. Die Kunst ist ja, der Seele einfach das zu geben, was sie braucht und mein Gefühl wollte eben noch nicht in den Großstadttrubel.


Auf dem Rückweg schauten wir sogar mal in der Vulkaneifel vorbei. War ganz komisch, dass die Leute wieder deutsch redeten…

—–

—–

—–

—-

—-

—–

—-

—–


—–

—–

——
