…. geschrieben im Sommer 2015 in Livorno/ Italien.

Arschloch zu sein, erleichtert das Leben in unserer Gesellschaft ungemein.
Für mich gehört jedoch zu einem Menschen auch die Bereitschaft eben KEIN Arschloch zu sein. Dh für mich, dass es immer Menschen gibt, für die ich „mir den Arsch aufreiße“.

Jeder Mensch hat andere Kapazitäten, aber nach einer kurzen Weile bekommt man sehr leicht heraus, wer NIE auch nur VERSUCHT zu helfen.

Uneigennützigkeit und Aufopferungsbereitschaft sind für mich sehr wichtige Charaktereigenschaften eines (im weitesten sinne guten) Menschen. Ich liebe Menschen, die für etwas brennen. Jedes Licht geht einmal aus. Das ist keine Schande. Großen Respekt habe ich allerdings vor Menschen, die versuchen es erneut brennen zu lassen.

Denn das ist der Grund warum wir leben. Lieben und Feuer entfachen.

Nur leider fehlt den allermeisten Menschen etwas, um über sich selbst hinaus wachsen zu können. Das ist meiner Meinung nach auch nicht gewollt. Von den Regierenden, Herrschenden, Mächtigen (und das sind in unserer Welt nunmal die mit dem meisten Geld) sprich Kapitalisten.

Der Respekt gegenüber dem Guten fehlt auch an allen ecken und enden. Das einzige was zählt sind Aussehen, Performance und Kontakte. Sich verkaufen eben. Ob der Mensch ein ehrwürdiger ist, spielt keine Rolle.

Deswegen finde ich es nicht schlimm, unloyal zu sein. Das ist abolut legitim. Ich mache mich damit nur unabhängig.

Auch die Tatsache, dass man alte Freunde hinter sich lässt, weil die Differenzen einfach zu groß geworden sind, ist in Ordnung. Vielleicht sieht man sich in 20 Jahren und kann darüber lachen.

Wichtig sind zwei bis drei Konstanten im Leben, die dich auf den Boden der Tatsachen zurück holen. Absolute Ehrlichkeit ist Vorraussetzung für gute Beziehungen.

Geheimnisse darf und muss man aber haben. Jeder Mensch braucht seine ganz eigenen Geheimnisse, die nur das Universum kennt. Solange man keine anderen Wesen damit schadet. Oder sich selbst. Wobei die Selbstzerstörung auch immer schon dazu gehörte. Alles in Maßen eben.

Es ist nicht schlimm sich zu widersprechen und je nach Situation mal so und mal ganz anders überzureagieren. Daran erkennt man Menschen. Wer berechenbar ist, ist eine Maschine. Mega langweilig.

Wichtig ist, dass die Leute eine Grundlinie nachvollziehen können. Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität. Liebe. Respekt vorm Leben. Respekt vor Erschaffenem. Aber nicht der Respekt der von mir erwartet wird, wenn sie mir ihre Lügen mit vollster Überzeugung vortragen. Pressekonferenzen.

Es reicht völlig zu versuchen gerecht mit sich und anderen und der Umwelt zu sein. Sich selbst reflektieren ab und zu und im Spiegel ansehen. Geht das noch? Dann is alles gut.

Ich musste erst lernen ein Arschloch zu werden. Jetzt können die Menschen gerne mal anfangen keine mehr zu sein. Arschloch sein als Selbstzweck. Solche Leute sind einfach nur zum Kotzen.
Scheiß doch auf deinen Status und die Kohle. Mach dir ein schönes Leben!!

Mich interessieren nur Menschen und die Frage, wie wir friedlich nebeneinader Ko- Existieren können, mit all den Wahrheiten und Realitäten, in denen sich Menschen bewegen. Wenn die Fanatischen Wichser mal ruhe geben würden….

WO HÖRT MEINE FREIHEIT AUF UND WO FÄNGT DEINE AN?

Believe. in you. in nature. in balance.