G20 – Festival der Medien und Meinungsmacher

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Moin. Wieder zurück in Köln. Hamburg war ein Fest. Der Demokratie??? Naja. Viel mehr war doch abzusehen, dass genau DAS passiert. Provokationen von allen Seiten. Panikmache.  Einschüchterungen. Heraufbeschwörung des Aufstands, nenne ich das. Jeder wollte es und siehe da, die Anarchos haben gute Arbeit geleistet. Dazu kamen sicher viele viele Betrunkene, frustrierte Menschen, die die Gelegenheit nutzen, ihrem Ärger mal Luft zu machen.

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Und na klar. Brennende Autos tun schon weh. Scherben auch. Aber wisst ihr, was mich am allermeisten FERTIG macht…. nicht die sinnlose Gewalt. Nicht die vielen leidenden Menschen weltweit. Nein, die Arroganz der braven Bürger und Politiker. Die ist ekelhaft. IMG_1559 IMG_1555

Sich hinzustellen und Gewalt zu verurteilen, wobei man sie schürt. Sich hinzustellen und Randalierer und Steineschmeißer verurteilen und selbst wegschauen, wenn vor der Haustür mehr und mehr Penner hausieren. Sich hinzustellen und einen 200 Millionen teuren Gipfel zu rechtfertigen, von dem jeder weiß, dass er völlig sinnlos ist.

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Symbolisch zusammenstehen für ein Foto kann mensch auch billiger bekommen. Den Rest des Geldes hät dann gut in soziale Projekte, in die Bildung, in die Kultur oder auch ins Gesundheitswesen gesteckt werden können. Alles wär besser gewesen, als diesen Mist zu veranstalten.

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Trotzdem bin ich sehr froh dabei gewesen zu sein. Denn der Weg ist das Ziel. In Hamburg habe ich wieder gesehen, dass ich mich auf die „linke Bewegung“ verlassen kann. Camps, Sanis, Medien, Demos, Aktionen, Voküs, Party, Gemeinsam trauern. Alles super.

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Anfangs fühlte ich mich sehr allein gelassen, doch im Nachhinein hatte ich ein paar super Tage. Viel bunter, kreativer Protest.  Die Solidarität der Kirchen und vieler Anwohner war uns sicher.

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Wir lassen uns nicht davon überzeugen, dass Kapitalismus Alternativlos ist. Die Gesetze müssen einfach geändert werden.

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Jeder muss leben dürfen wo er will. Jeder muss essen dürfen. Jeder muss sich selbst organisieren dürfen. Und wenn es hart auf hart kommt, stehen wir alle wieder zusammen. Friedlich. Damit kommt mensch immer am weitesten. IMG_1579 IMG_1578 IMG_1583

Ich verurteile die Idioten, denen nichts besseres einfällt als Kleinwagen anzuzünden. Das ist zu kurz gedacht. IMG_1618 IMG_1619 IMG_1616

Traurig über einen geplünderten Rewe oder Biomarkt, bin ich aber nun wirklich nicht. Eigentum ist Diebstahl.

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Traurig war ich darüber, aus den eigenen Reihen beschimpft zu werden, als ich die Gewaltexzesse filmte. Generell finde ich es unter aller Sau, wie Anarchistinnen von Black-Block-People behandelt werden, nur weil sie nicht Black Block sind. Die propagieren etwas, für das ich absolut nicht stehe. Man kann niemanden von einer Idee überzeugen, wenn man alle, die erstmal nicht dazugehören, beschimpft.

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Kein Wunder, dass die Bürger bei solch einem Verhalten den Kopf schütteln. Zu Recht. Das sind in meinen Augen einfach Kinder, die auch hätten Nazi-Hools werden können. Keinerlei Respekt vor dem Leben anderer. Schämt euch, dass ihr unsere Szene in den Dreck zieht.

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Ich wünsche mir von allen Seiten, die anderen Seiten verstehen zu wollen. Ich wünsche mir, dass wir uns auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren. nicht die Unterschiede. Ich wünsche mir, dass wir alle weniger labern, sondern mehr machen. Es gibt schon 100000 gute Ansätze. Lasst euch eure Ideen für die Zukunft nicht madig reden. Wir brauchen viele kleine Revolutionen, in allen Bereichen. Mit einem Anfangen reicht schon…. IMG_1506 IMG_1507 IMG_1508 IMG_1509

Wenn ich überzeugt bin, brauche ich keine Gewalt um das durchzusetzen. Alle Gewalt geht von Menschen aus, die Angst haben. Alle Gewalt geht vom Staat aus und derer, die er nicht sieht, hört und versteht. Gewalt ist die Sprache der Menschen, die sich nicht im Griff haben. Gewalt ist die allerletzte Möglichkeit eines Menschen Recht zu behalten. Wer am Ende Recht hat, weiß niemand. Sicher nicht der Stärkere. Denn wir sind keine Tiere.

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Ich weiß nur, dass ich an das Gute in uns und jedem Wesen glaube. Unsere Welt macht es einem nur sehr schwer, dahinter zu sehen.

 

 

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