
So langsam nach drei Monaten verstehe ich, was ich in diesem Studium machen soll. Nein, was erwartet wird, damit ich nicht rausfliege ungewollt. Das ist schon den besten der besten geschehehen. Leider. Das wird mir nicht passieren.
Dafür sehe ich noch absolut nicht durch, wie unsere Lehrer, Profs und Dozenten heißen oder warum es Ilias und KLIPS gibt. Wann genau die beste Zeit ist zum lernen. Wohin ichgenau muss, konnte mir auch nie jemand sagen, aber ich hab es nach mehreren Versuchen dann doch heraus gefunden. Yeah .

Einfach alle fragen, auch wenn die wenigsten helfen können. Geduldig bleiben und nett und freundlich. Ein wenig mehr Zeit für alles einplanen, als sonst. Und dann wird das schon…. Auch wenn ich wahrscheinlich mit Sicherheit nicht in Regelstudienzeit fertig werde.

Immerhin ist es mal ein richtiges Studium. Dh ich kann tun und lassen was ich will. Es ist herrlich. Und spannend. Zwei drei Donzenten und Profs mag ich auch echt. Zumindest hab ich Spaß in den Vorlesungen.

Wenn da nicht immer dieses Ameisengefühl wäre. Ich fühl mich wie ein Exot, da ich anscheinend die Einzige bin, die hier aus Langeweile studiertXD Zumindest fragte mich mein Tutor gestern, nach einer kleinen Auseinandersetzung mit mir, warum ich denn überhaupt studiere^^ Naja, nicht, um es Ihnen leicht zu machen (dachte ich…. ).

Ich muss an meiner Ausdrucksweise arbeiten. Die wäre nicht wissenschaftlich. Na wie auch? Ich studiere ja gefühlt erst drei Wochen. Aber ich denke, er war überrascht, dass überhaupt schon jemand diese bescheuerte Beschäftigungsaufgabe ernst genommen hat… Lerntagebuch. Mensch fühlt sich schon ein wenig wieder wie in der Schule. (Meinem Deutschlehrer gefiel meine Sprache auch nie….)

Aber ich will ja nich gefallen, ich will was lernen.

Eine andere Pflichtveranstaltung war der Besuch in der Theaterwissenschaftlichen Sammlung in Köln. Richtig cooles, altes Gebäude, wo sich die Fürsten damals ordentlich haben feiern lassen. Und nun darf selbst der „Pöbel“ dieses nutzen. Damit mein ich mich.

Während der Führung bekam ich hier und da mit, dass auch die Uni mehr und mehr zum Unternehmen mutiert. Die Masse an Menschen, die studieren (sollen) kann so einfach nich gehändelt werden. Man wird den Leuten einfach nicht gerecht. Man bräuchte viel viel mehr Einzelbetreuung. Das kann aber keiner der Dozenten leisten, da jeder schon am Limit ist. Es ist ja auch super, dass alle studieren dürfen. Nur, ob die das „können“ ist die andere Frage. Und damit sag ich nich, dass die Leute blöd sind. Unser Bildungssystem ist einfach am Ende. Unsere Familien. Die Gesellschaft. Die Kleinunternehmer, die Großkonzerne. Alle heulen rum.

Aber ändern tut keiner was…..
